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BegriffDefinition
AbbrandrateIst die in einer bestimmten Zeitspanne verbrennende Masse eines brennbaren Stoffes. >> Die Abbrandrate hängt von der Art und der Verteilung des brennbaren Stoffes sowie von der Möglichkeit des Luftzutrittes ab. <<
AbsturzgefahrDie Absturzgefahr ist eine Gefahr, bei der Menschen, Tiere und/oder Sachen herunterfallen können.
Abwehrende BrandschutzUmfasst Maßnahmen zur Bekämpfung von Gefahren für Leben, Gesundheit und Sachen, die durch Brände entstehen.
AcetylenflaschenIn Acetylenflaschen entsteht durch Flammenrückschlag oder äußere Wärmeeinwirkung eine Gaszersetzung, sie beginnt, wenn die Temperatur der Flaschenwand ansteigt oder aus dem Flaschenventil Gas, Ruß oder Qualm mit einem abnormen Geruch austritt. Um eine Explosionsgefahr zu beseitigen, sind die gefährdeten Acetylenflaschen mit großen Wassermengen aus sicherer Entfernung ständig zu kühlen. Nach intensiver Kühlung sind geöffnete Flaschenventile zu schließen und die Flaschen auf Erwärmung mind. 12 Stunden zu kontrollieren, da eine erneute Erwärmung noch nach mehreren Stunden möglich ist. In Mitleidenschaft gezogene Flaschen dürfen nicht mehr benutzt werden. Lagern gefährdete Acetylenflaschen in Gebäuden, so sind diese Gebäudeteile zu räumen bzw. sind die Flaschen unverzüglich ins Freie zu bringen.
Akustische WarneinrichtungAn einem Feuerwehrfahrzeug angebrachte (s) Sirene oder Signalhorn, mit welcher (m) akustische Signale abgegeben werden, um anzuzeigen, dass es sich um ein Einsatzfahrzeug handelt.
AlarmMeldung von der Einsatzstelle, mit der zusätzliche Fahrzeuge, Geräte oder zusätzliches Personal angefordert werden.
AlarmanlagenSind Anlagen zur Warnung vor Gefahren oder zur Alarmierung bestimmter Personengruppen für die Gefahrenabwehr, daneben gibt es Alarmgeräte, mit denen sich die Feuerwehr an die Bevölkerung wendet oder Kommandos erteilt und Alarmsysteme zur Alarmierung von Einsatzkräften, die sich innerhalb oder außerhalb der Feuerwache befinden können.
AlarmgeberRufen in Verbindung mit einem Funkgerät gezielt Personen oder Einsatzgruppen, die mit tragbaren oder Taschenmeldeempfängern ausgerüstet sind (stille Alarmierung), desgleichen können über ortsfeste Empfangsfunkanlagen zur Steuerung von Sirenen einzelne Sirenen gezielt in Betrieb gesetzt werden (Sirenen-Feueralarm über Funk). Als Rufsystem wird das 5-Ton-Folgeverfahren mit Einzelfrequenzen verwendet. Die ersten beiden Ziffern einer 5stelligen Rufnummer sind entsprechend der festgelegten Landes- und Gebietskennzahl im Geber fest eingestellt, 3 weitere Ziffern sind zu wählen. In ein und demselben Alarmkreis unterscheiden sich demzufolge die Rufnummern nur in den letzten 3 Ziffern, daraus ergeben sich 1000 verschiedene Rufkombinationen. Werden mit Hilfe von Meldeempfängern Personen über Funk alarmiert, dann kann im Anschluss an den vom Alarmgeber abgegebenen Selektivruf eine Sprachdurchsage erfolgen, wichtige Anweisungen können somit schon während der Alarmierungsphase durchgegeben werden. Durch Betätigen der Sirenentaste im Alarmgeber können in Verbindung mit ortsfesten Empfangsfunkanlagen (Sirenensteuerempfänger) mit nachgeschaltetem Sirenensteuergerät, Sirenen gezielt angesteuert und Feueralarm über Funk ausgelöst werden.
AlarmierungIst die Ausgabe eines Befehls, durch den bestimmte Einsatzkräfte zu einem sofortigen Einsatz oder zur Bereitstellung aufgefordert werden. Anmerkung: >> Treffen Einsatzkräfte Schadensereignisse an, zu denen sie nicht alarmiert worden sind, so gelten sie durch das Ereignis als unmittelbar alarmiert.
AlarmierungsstichwortIst die Feuerwehr-Kennzeichnung eines Ereignisses. Ihm sind in der Ausrückeordnung Anzahl und Art der zu entsendenden Einheiten zugeordnet.
AlarmierungszeitIst die Zeit zwischen dem Ende der Abgabe einer Meldung und dem Abschluss der Alarmierung von Einsatzkräften.
Alkoholbeständiges SchaummittelSchaummittel zum Löschen von Bränden mit Wasser mischbarer, brennbarer Flüssigkeiten (polare Flüssigkeiten) und anderer brennbarer Stoffe, die normale Schäume zerstören.
Amphibien-KrafftahrzeugKraftfahrzeug, geeignet, sich an Land und auf dem Wasser zu bewegen.
AnatomieDas Wort Anatomie kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "auseinanderschneiden" oder "zergliedern".
AnfahrzeitIst die Zeit zwischen Verlassen der Feuerwache oder des Feuerwehrhauses und dem Eintreffen am Einsatzort.
Angriffsweg für die FeuerwehrVorbereitete Zugangsmöglichkeit, auch zur Vornahme von Geräten, für die Einsatzkräfte der Feuerwehr zum Gebäude und Innerhalb des Gebäudes.
AnhängefahrzeugNicht selbst fahrendes Straßenfahrzeug, das nach seiner Bauart dazu bestimmt ist, von einem Kraftfahrzeug mitgeführt zu werden und für den Transport von Personen und Gütern verwendet wird, Sattelanhänger sind in dieser Kategorie eingeschlossen. >> Anhänger mit Schaum-Wasserwerfer, SWA, Anhängeleiter AL 16–4, Tragkraftspritzen-Anhänger TSA, Feuerwehranhänger (FwA) für Licht, Öl, Pulver, Rettungsboot, Schlauch. <<
Anhänger-PumpeSelbstansaugende Pumpe mit Antriebsaggregat, die auf einem fahrbaren Anhänger montiert ist.
AnkerstichDer doppelte Ankerstich (Doppelschlinge) findet Verwendung, wenn eine Leine mit einem Pfahl oder ähnlichen Gegenstand verbunden werden soll. Er kann wie der Mastwurf an jeder beliebigen Stelle der Leine angebracht werden und wird hauptsächlich beim Aufziehen von Schlauchleitungen, Äxten und anderen Geräten gebraucht. Beide Leinenenden können belastet werden.
AnlegeleiternSind Leitern, die zu ihrer Benutzung angelegt werden. Sie können auch aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt sein (zusammengesetzte Leitern, z.B. Schiebeleitern, Steckleitern) oder mit Laufrollen auf ortsfesten Schienen laufen (Rolleitern). Anlegeleitern dürfen nur an sichere Stützpunkte angelegt werden. Über Austrittstellen müssen sie mind. 1 m hinausragen, wenn nicht eine gleichwertige Haltemöglichkeit vorhanden ist. Wangen und Holme von Anlegeleitern dürfen nicht behelfsmäßig verlängert werden. Von Anlegeleitern aus dürfen nur Arbeiten geringen Umfanges ausgeführt werden.
ArbeitsleineVeralteter Begriff für "Mehrzweckleine".
Ärztlicher Leiter Rettungsdienst (ÄLRD)Ein Notarzt, der die medizinische Aufsicht und Weisungsbefugnis in medizinischen Angelegenheiten über mindestens einen Rettungsdienstbereich hat. Er verfügt über eine entsprechende Qualifikation und wird von der zuständigen öffentlichen Steile berufen.
AtemanschlussDer Atemanschluss ist die Verbindung zwischen Gerät (Filter, Schlauch- oder Behälter- oder Regenerationsgerätteil) und den Atemwegen. U. a. gibt es Vollmaske, Halbmaske, Atemschutzhaube und Mundstückgarnitur.
AtemgifteAn Brand- und Unfallstellen werden die Einsatzkräfte der Feuerwehren in zunehmendem Maße von Atemgiften meist unbekannter Zusammensetzung bedroht. Diese können in größeren Mengen auftreten in chemischen Industriebetrieben, beim Transport von Chemikalien, bei Kunststoffbränden und bei Bränden mit mangelnder Luftzufuhr. Folgende Arten sind zu unterscheiden: Atemgifte mit erstickender Wirkung sind Gase und Dämpfe, die an sich keine Gifte sind. Sie können jedoch Schädigungen oder sogar den Tod herbeiführen, wenn durch ihre Anwesenheit der Sauerstoffgehalt der Luft unter 15 Prozent sinkt. Diese erstickend wirkenden Gase sind: Stickstoff, Wasserstoff, Methan, Butan sowie Wasserdampf und Edelgase. Atemgifte mit Reiz- und Ätzwirkung wirken auf die Schleimhäute der Atemwege schädigend und können außerdem Reizungen der Augen und der Haut hervorrufen. Ihre Gefährlichkeit hängt in starkem Maße von ihrer Löslichkeit in Wasser ab. Schwer lösliche Stoffe werden erst in der Lunge gelöst und rufen Verätzungen und Plasmaaustritte in den Lungenbläschen hervor, die den Gasaustausch unterbinden. Die Wirkung der Gifte ist oft erst nach einiger Zeit erkennbar. Die wichtigsten Atemgifte dieser Gruppe sind: Fluor, Fluorwasserstoff, Chlorwasserstoff, Phosgen, Nitrose-Gase, Ammoniak, Schwefeldioxyd, Säuredämpfe, Staub von Ätznatron, Ätzkali oder von Ätzkalk. Atemgifte mit Wirkung auf Blut, Nerven oder Zellen wirken auf dem Weg über die Lunge auf das Blut oder die Organe schädigend. Beispiele für diese Art von Atemgiften sind: Äther, Benzol, Benzin, Methylalkohol, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Schwefelwasserstoff, Schwefelkohlenstoff, Kohlenoxyd, Kohlendioxyd.
AtemschutzgerätIst ein Gerät zum Schutz gegen Atemgifte und/oder Sauerstoffmangel. Es besteht aus dem Atemanschluss und bei Geräten, die unabhängig von der Umgebungsatmosphäre wirken, aus dem Schlauchgerätteil oder dem Behältergerätteil oder dem Regenerationsgerätteil. (Siehe auch "Filtergerät")
Atemschutzgerät mit SprecheinrichtungNormales Atemschutzgerät mit eingebauter Sprecheinrichtung, die es dem Atemschutzgeräteträger ermöglicht, mit dem für den Atemschutz zuständigen Einsatzleiter in Verbindung zu treten.
Atemschutzgerät mit ÜberdruckAtemschutzgerät, bei dem Innerhalb der Atemschutzmaske ein konstanter Druck, der über dem atmosphärischen Druck liegt, aufrechterhalten wird.
Atemschutzgeräte-KontrolltafelAnzeigetafel, an der die Atemschutzgeräte-Kontrollanhänger mit Angaben über das Atemschutzgerät befestigt werden können. Sie ist In der Regel mit einer Uhr und Arbeitszeittafeln ausgestattet und kann mit zusätzlichen Informationen, z.B. Benutzungsdauer, Aufenthaltsort des Trägers, versehen werden.
Atemschutzgeräte-Kontrolltafel Stufe 1Atemschutzgeräte-Kontrolltafel, die benutzt wird, wenn nicht mehr als ein Gebäudeeingang vorhanden ist und nicht mehr als 4 Atemschutzgeräteträger eingesetzt sind.
Atemschutzgeräte-Kontrolltafel Stufe 2Atemschutzgeräte-Kontrolltafel, die benutzt wird, wenn mehr als ein Gebäudeeingang vorhanden ist oder mehr als 4 Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden. Sie dient der Koordinierung und der Kontrolle bei Einsätzen oberhalb der Stufe l.
Atemschutzgerät-KontrollanhängerPersönlicher Kontrollanhänger mit dem Namen des Atemschutzgeräteträgers, der Zeit, zu der das Gebäude betreten wurde und dem Druck im Pressluftbehälter zu diesem Zeitpunkt. Der Anhänger verbleibt beim Einsatzleiter für die Atemschutzkontrolle.
Atemschutzgerät-SicherheitsleineDünne Leine (Feuerwehrleine), an der Markierungen angebracht sein können, die dem Atemschutzgeräteträger helfen, den Rückweg aus rauchgefüllten Räumen zu finden.
Atemschutzgerät-Sicherheitsleine, PersonenanschlussKurzes Leinenstück, das vom Atemschutzgeräteträger als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung an die Atemschutzgerät-Sicherheitsleine angeknüpft werden kann.
AtemschutzhaubeDie Atemschutzhaube ist ein Atemanschluss, der den ganzen Kopf des Atemschutzgerätträgers bedeckt.
Atemschutz-RegenerationsgerätAtemschutzgerät, bei dem In der Regel Sauerstoff als Atemgas verwendet und die ausgeatmete Luft regeneriert wird. Das Gerät arbeitet mit einer konstanten Dosierung.
AtemschutzübungsanlageIst eine bauliche Anlage mit Einrichtungen zum Üben mit Atemschutzgeräten unter einsatzähnlichen Bedingungen.
ÄtzendStoffe und Zubereitungen, die bei Berühren mit lebendem Gewebe dessen Zerstörung verursachen können.
AufenthaltsräumeSind Räume, die zum nicht nur vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt oder geeignet sind.
Aufgabenbereich der FeuerwehrAllgemeine Beschreibung der Aufgaben der Feuerwehr. Sie können die Brandbekämpfung, den Rettungsdienst (ggf. einschließlich des Notfall-Rettungsdienstes), die technische Hilfeleistung, die Bergung und den vorbeugenden Brandschutz umfassen.
Aufräumarbeiten (Schadensbegrenzung)Durchführung geeigneter Maßnahmen zur Minderung von Schäden, die bei Löscharbeiten entstanden sind.
Auftauchen (Aufstieg)Ist das Aufsuchen einer geringeren Wassertiefe.
AuftragstaktikIst eine Führungskonzeption, die den Einsatzkräften möglichst viel Freiraum bei der Auftragserfüllung lässt. Bei der Führungskraft und bei den Einsatzkräften wird daher ein hohes Maß an fachlichen Fähigkeiten und verantwortungsbewusster Selbständigkeit vorausgesetzt. Auftragstaktik erfordert gleichzeitig aber auch, dass die Einsatzkräfte ihrer Informationspflicht gegenüber den Führenden nachkommen.
AusnahmezustandIst der Zustand, der erklärt wird, wenn Anzahl oder Umfang der gemeldeten Ereignisse ein Ausrücken nach Ausrückeordnung nicht mehr zulassen.
AusrückebereichIst das Gebiet, für das die Einsatzkräfte einer Feuerwache, einer Rettungswache, eines Feuerwehrhauses oder eines Feuerwehrstützpunktes zuständig sind.
AusrückefolgeIst ein Teil der Ausrückeordnung und bestimmt die Reihenfolge der zuständigen Feuerwehreinheiten verschiedener Standorte in Abhängigkeit von der Anmarschzeit.
AusrückekarteiAusrückeordnung auf der Basis von Karteikarten.
AusrückemeldungIst eine Meldung, die von alarmierten Kräften beim Verlassen ihres Standortes abgegeben wird. >> Standort kann z.B. Feuerwehrhaus, Einsatzstelle sein. <<
AusrückeordnungBestimmt Anzahl, Art und Reihenfolge der Einheiten, die auf ein gegebenes Alarmierungsstichwort hin zu einer gemeldeten Einsatzstelle zu entsenden sind.
AusrückezeitIst die Zeit zwischen dem Abschluss der Alarmierung von Einsatzkräften und dem Verlassen ihrer Feuerwache oder ihres Feuerwehrhauses.
AustauchenIst ein Auftauchen zur Wasseroberfläche.
AutomatikdrehleiterHubrettungsfahrzeug mit einem Ausleger in Form einer Leiter mit oder ohne Korb, bei dem der Hubrettungssatz auf einem selbst fahrenden Fahrgestell befestigt ist. >> DL 12-9, DLK 12-9, DL 18-12, DLK 18-12, DL 23-12, DLK 23-12 <<
Automatischer BrandmelderIst ein Melder, der auf Begleiterscheinungen eines Brandes selbständig anspricht. Automatische Brandmelder sind auch Wärmemelder, Rauchmelder (Ionisations- und Optische Rauchmelder), Gasmelder, Flammenmelder, Maximalmelder, Differenzmelder, Differentialmelder, punktförmige Melder, Mehrpunktmelder, linienförmige Melder, rückstellbare Melder (selbsttätig rückstellende Melder, fernrückstellbare Melder, örtlich rückstellbare Melder, nicht rückstellbare Melder mit auswechselbaren Teilen, nicht rückstellbare Melder ohne auswechselbare Teile, Two-State-Melder, Multi-State-Melder, Analog-Melder.